|
|
Tagesgeld - Besseres Sparbuch!
Das Geschäft mit Tagesgeldkonten boomt seit etwa zehn
Jahren. Die meisten Bankkunden kennen diese Finanzprodukte mindestens
vom Namen her. Tagesgeldkonten dienen dazu, Guthaben kurzfristig, sicher
und bei attraktiver Verzinsung anlegen zu können.
Charakteristisch und namensgebend ist ihre Haupteigenschaft: Die
Guthaben auf den Konten sind täglich fällig. Das heißt, dass der Kunde
ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist jederzeit über die volle Einlage
verfügen kann. Damit unterscheidet sich das Tagesgeldkonto auch
maßgeblich vom Sparkonto oder Sparbuch. Bei diesem sind Guthaben über
2.000 Euro nämlich unter Einhaltung einer 3-monatigen Frist zu kündigen.
Will der Kunde größere Summen sofort und ohne Kündigung vom Sparbuch
abheben, werden sogenannte Vorschusszinsen berechnet. Dies ist bei
Tagesgeldkonten nicht der Fall.
Die Höhe der
Tagesgeld Zinsen richtet sich in der Regel nach der allgemeinen
Situation am Geldmarkt. Die Bank zahlt dem Kunden einen, der allgemeinen
Zinssituation entsprechenden, Zinssatz. Dieser Zinssatz fällt in der
Regel niedriger aus als bei langfristigen Geldanlagen. Das liegt
insbesondere daran, dass die Kunden ihre Gelder jederzeit von den Konten
abbuchen können. Die Bank kann also nicht so lange und sicher mit der
Einlage planen wie bei einer Festgeldanlage oder bei sonstigen
Sparanlagen mit verbindlicher Laufzeit. Allerdings kann die Bank bei
plötzlichen Zinsänderungen die veränderte Zinssituation an die Kunden
weitergeben. Insbesondere bei fallenden Zinsen, ziehen die
Tagesgeldzinsen deshalb relativ schnell mit.
Bei der Zinsgutschrift gibt es aber erhebliche Unterschiede zwischen den
einzelnen Anbietern. So kann die Gutschrift der Zinsen jährlich,
vierteljährlich oder sogar monatlich erfolgen. Da die gutgeschriebenen
Zinsen mit dem Guthaben zusammen verzinst werden, profitiert der Kunde
vom sogenannten Zinseszinseffekt. Ideal für den Kunden ist die
monatliche Zinsgutschrift.
Die Einlagen auf den Tagesgeldkonten oder bei einem verzinsten
Firmenkonto sind wie auch eine
Festgeldanlage im Vergleich zu anderen Anlagen
sehr sicher. Da die meisten Banken Mitglied im Einlagensicherungsfonds
sind, sind die Einlagen in der Regel in voller Höhe abgesichert. So
erleidet der Kunde, im Falle einer Insolvenz des Kreditinstitutes,
keinen Verlust. Es gibt jedoch auch Bankhäuser, insbesondere aus dem
europäischen Ausland, bei denen die Einlagen nur bis zu einer Höhe von
20.000 Euro gesichert sind. Hier ist besonders bei kleinen und
unbekannten Instituten besondere Vorsicht geboten.
Einziger Nachteil des Tagesgeldkontos: Die Bank kann theoretisch
jederzeit den Zinssatz für die geleistete Einlage senken. Andererseits
profitiert der Kunde auch von diesem Merkmal, wenn die Bank den Zinssatz
kurzfristig erhöht. Außerdem dient ein Tagesgeldkonto nicht zu
Verrechnungszwecken also zum Zahlungsverkehr. Überweisungen und
Lastschriften, Scheckeinlösungen und ähnliche Vorgänge sind also nicht
möglich. Normalerweise erwarten das die Kunden aber auch nicht, da das
Tagesgeldkonto oft eine Art Ergänzung zum Girokonto darstellt.
-> Weitere Informationen zum Thema Tagesgeld |