Bürgerversicherung
Bürgerversicherung
Mit dem Begriff Bürgerversicherung oder Volksversicherung werden zumeist Vorschläge für eine Umgestaltung der Krankenversicherung bezeichnet. Die Grundidee der Bürgerversicherung ist, alle Bürger mit allen Einkommen in die Finanzierung der Gesundheitsversorgung einzubeziehen.
Ein Ziel ist, das vor allem durch massive Einnahmeausfälle in Finanznot geratene System der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vor dem finanziellen Kollaps zu bewahren (siehe auch Rentenproblem). Zum anderen hoffen Befürworter des Konzepts, durch besseren Wettbewerb der Versicherer auch die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Gesundheitsversorgung zu verbessern.
Grundsätzlich lassen sich zwei verschiedene Konzepte der Bürgerversicherung unterscheiden:
1. Alle Bürger zahlen einen bestimmten Prozentsatz aus der Summe aller eigenen Einkünfte (Lohnarbeit/Kapitalerträge/Mieteinnahmen/Zuschüsse/sonstige Einnahmen) in die Bürgerversicherung ein.
2. Alle Bürger zahlen einen gleichen Betrag (Gesundheitsprämie, Kopfpauschale, Kopfprämie, Bürgerprämie) in die Bürgerversicherung ein. Er kann bei Geringverdienern aus Steuermitteln subventioniert werden.
Bürgerversicherung und Kopfpauschale sind also keine absoluten Gegensätze, wie oft dargestellt wird. In der aktuellen politischen Auseinandersetzung wird auch über eine Mischform diskutiert.
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